Note: This content is accessible to all versions of every browser. However, this browser does not seem to support current Web standards, preventing the display of our site's design details.

  

Virtuelle Universität: Chance und Herausforderung

Back
Abstract:
Die immer stärker werdende Verflechtung von Arbeitswelt und Bildungsbereich stellt auch an die Hochschulen neue Anforderungen, insbesondere hinsichtlich Flexibilität sowohl beim Erwerb der Basisqualifikation als auch beim Lernen aus der beruflichen Situation heraus. Studiengänge können nicht mehr wie bisher als in sich abgeschlossen und ausreichend fürs ganze Leben betrachtet werden, d. h. der bisher zeitlich begrenzte Lernraum wird auf ein lebensbegleitenden Lernen ausgedehnt. Die FernUniversität Hagen hat diese historische Chance erkannt und ihr Konzept "Lernraum Virtuelle Universität" entwickelt. Dieses Konzept ist gleichzeitig auch ihr strategisches Ziel für ihre Entwicklung in den nächsten Jahren. Der "Lernraum Virtuelle Universität" ist die Vision einer Universität, die ihre Angebote und Betreuungsleistungen via elektronischer Kommunikation zum Teilnehmer bringt, jederzeit und völlig unabhängig vom Ort. Dies geht über bisherige Ansätze verteilten und mediengestützten Lernens dadurch weit hinaus, daß alle Funktionen einer Universität im Lehrbetrieb integriert über Kommunikationsnetze verfügbar gemacht werden sollen und so erstmals ein vollständiges und homogenes System entsteht. Ziel ist es, einen Kernpunkt der neuen Informations- und Wissensgesellschaft effizient zu unterstützen: das bedarfsorientierte, individualisierte und gleichwohl betreute Lernen mit bislang nicht gekannter Flexibilität. Diese Entwicklungen werden allerdings auch großen Einfluß auf gegenwärtige Universitätsstrukturen haben. Ohne Zweifel wird es zu bedeutenden Änderungen im Arbeitsablauf und in den Arbeitsprozessen kommen. Der Hauptzeitaufwand wird sich von der Vermittlung der Lehre hin zur individuellen Betreuung verschieben. Dies alles wird begleitet werden durch eine schrittweise Loslösung vom starren Semestertakt bei gleichzeitiger Erhöhung der Anzahl nicht-curriculargebundener Studierender. Für die Studierenden führt dies zu einem selbständigeren und flexibleren Umgang mit den Studienmaterialien, bedingt allerdings für sie auch die Notwendigkeit eines effektiven Wissensmanagements. Hieraus folgen entsprechende Konsequenzen für die betreuungsrelevanten Prozesse in den Fakultäten aber auch für die Univer-sitätsverwaltung.

http://www.fernuni-Hagen.de/
Type of Seminar:
New Vistas
Speaker:
Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer
Rektor der Fernuniverstität / GH Hagen D-58084 Hagen
Date/Time:
Feb 04, 1999   17:15
Location:

ETH Zentrum, ETF E1
Contact Person:

Prof. M.Morari
No downloadable files available.
Biographical Sketch:
Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (geb. 1950) 1969 - 1975 Studium der Elektrotechnik an der Universität (TH) Karlsruhe; Abschluß als Dipl.-Ing. der Fachrichtung Regelungs- und Steuerungstechnik 1975 - 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationsverarbeitung in Technik und Biologie (ITTB) der Fraunhofer Gesellschaft (FhG), Karlsruhe 1979 - 1985 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Automatisierungstechnik und Informationstechnik, Fachbereich Elektrotechnik, FernUniversität Hagen 1985 - 1988 Leiter der Gruppe Regelung und Mehrrobotersysteme am Institut für Roboterforschung (IRF), Universität Dortmund seit 1988 Professur für Prozeßsteuerung und Regelungstechnik im Fachbereich Elektrotechnik der FernUniversität Hagen 1990 - 1992 Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik 1993 - 1997 Prorektor für Planung und Finanzen seit 1997 Rektor der FernUniversität Hagen